Alstom enthüllt Prima II, seine neue modulare Lokomotivplattform

28.05.2008

Diese neue Generation von Lokomotiven, die als Elektrolokomotive präsentiert wurde, basiert auf einer modularen Plattform mit standardisierten  und betriebserprobten Komponenten, die durch Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Entwicklungsfähigkeit gekennzeichnet sind. Prima II ist interoperabel für den grenzüberschreitenden Verkehr innerhalb Europas und kann an die Bahnsysteme weltweit angepasst werden. Der erste Kunde für die neue Prima-Generation ist die Marokkanische Staatsbahn (ONCF), die im November 2007 einen Auftrag erteilte.

Prima II hält an den Grundprinzipien ihres Vorgängers – einfache Fertiguung und standardisierte Ausrüstung – fest und zeichnet sich durch noch mehr Modularität aus. Dadurch kann Alstom die immer spezifischeren Anforderungen seiner Kunden erfüllen und die Lieferzeiten reduzieren.  Prima II profitiert auch von einer Reihe von Neuerungen, vor allem im Bereich Mechanik. Sie wurde mit den neuesten Entwicklungen im Bereich Antriebselektronik ausgestattet (IGBT-Wechselrichter IGBT: Insulated Gate Bipolar Transistor) und ist kompatibel mit vier verschiedenen Spannungen (25 kV, 15 kV, 1.500 V und 3.000 V), was den grenzüberschreitenden Verkehr innerhalb Europas gewährleistet. Mit diesen Spannungen kann Prima II, abhängig von der vom Kunden gewählten Konfiguration (Güter- oder Personentransport), Leistungen zwischen 4 und 6,4 MW erbringen und Geschwindigkeiten von 120 bis 200 km/h erreichen.
 
Neben ihrem ästhetischen Design erfüllt die neue Prima II-Konstruktion die Sicherheits- und Wartungsanforderungen von Lokomotiven. Die großen Fensterflächen des Fahrerstandes bieten dem Fahrer ungehinderte Sicht, während die großen Seitenflächen den Betreibern Platz für ihre Logos und Firmenzeichen bieten. Besonderes Augenmerk wurde auf den Komfort gelegt – Schalldämmung für den Fahrerstand, Klimaanlagee, ein „Lebensraum“ für zwei Leute etc.  Wie beeim AGV wurde das Bedienpult nach den europäischen EU-DD-Richtlinien EU-DD: European Driver Desk ausgelegt, die darauf abzielen, die Bedienpulte leichter in der Handhabung für die Fahrer zu gestalten. Die Puffer der Lokomotiven können Stöße von bis zu 65 km/h verzehren.

Prima II wurde im Kompetenzzentrum für Lokomotiven in Belfort konstruiert und gebaut. Dabei profitierte man auch vom Know-how anderer Alstom Transport-Standorte in Frankreich (Le Creusot, Ornans, Tarbes und Villeurbanne) und in Belgien (Charleroi).

Alstom ist schon sehr lange auf dem Lokomotiv- und Güterwagenmarkt vertreten und hat mehr als  1.750 Prima-Lokomotiven seit Einführung dieser Produktreihe und Vorstellung des ersten Prototyps im Jahr 1999 verkauft. Syrien, Israel, Sri Lanka und Iran waren von 2000 an die ersten Kunden von Alstom für dieselelektrische Prima-Lokomotiven. Die SNCF, Frankreichs traditioneller Betreiber, hat mehr als 280 der bestellten 305 Primas im Einsatz. Im Jahr 2006 bestellte die SNCF weitere 400 Diesellokomotiven vom Konsortium Alstom-Siemens. Veolia Cargo, ein neuer privater Betreiber, unterzeichnete im Oktober 2005 einen Vertrag über 31 Elektrolokomotiven. Sieben dieser Lokomotiven verkehren bereits zwischen Deutschland und Frankreich. Vor kurzem lieferte Alstom die ersten der vom chinesischen Verkehrsministerium (MOR) bestellten 180 Prima-Elektrolokomotiven aus. Sie werden weltweit die leistungsstärksten Lokomotiven sein, die bis zu 20.000 Tonnen ziehen können. Weitere 500 sechsachsige Lokomotiven werden gerade gebaut und sollen in den kommenden Monaten von DELC, Alstoms Partner in China, ausgeliefert werden.

Der allererste Kunde für die neue Prima-Generation, die Marokkanische Staatsbahn (ONCF), bestellte im November 2007 zwanzig Prima-Elektrolokomotiven bei Alstom. Diese Lokomotiven sollen ab 2010 im gesamten marokkanischen Bahnnetz im Güter- und Personentransport eingesetzt werden.

Über Alstom Transport
Alstom Transport ist schon sehr lange auf dem Lokomotivmarkt vertreten. Dank seines Know-hows und seines Erfolges kann Alstom den Betreibern eine Produktpalette anbieten, die perfekt an deren Bedürfnisse und Anforderungen angepasst ist. Die neue modulare Prima-Generation  ist eine zuverlässige und wartungsfreundliche Lokomotive, die überall in der Welt eingesetzt werden kann sowie den Betreibern optimale Betriebskosten und den Fahrern maximalen Komfort bietet.  In den letzten zehn Jahren hat Alstom mehr als 1.400 Lokomotiven am Standort Belfort in Frankreich gebaut.

Pressekontakt

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