17.02.2012

Erhöhung des Wirkungsgrades einer bestehenden Anlage durch Ersetzen einer Teilturbine.

Alstom wurde von der Steag GmbH, dem fünft größten Stromerzeuger in Deutschland, mit dem Retrofit des Blocks 4 im Steinkohlekraftwerk Herne beauftragt. Mit dem kompletten Austausch der Hochdruck-Teilturbine wird eine Effizienzsteigerung des Blocks sowie eine Reduzierung der spezifischen CO2-Emissionen erzielt. Die Hochdruck-Teilturbine besteht aus dem Rotor und den stationären Teilen (Gehäuse und Frischdampfventile) sowie der Steuerhydraulik. Vor allem die Regel- und Schutzfunktion gelten als wesentliches Element zum Betreiben der Turbine. Die Retrofit-Maßnahmen im Block 4, der im Jahr 1989 mit 500 MW in Betrieb genommen wurde, sollen planmäßig im Mai 2013 beginnen. Der Probebetrieb ist für das 3. Quartal 2013 geplant, so dass die Anlage bereits im August 2013 wieder für den kommerziellen Betrieb zur Verfügung stehen wird.

Neben der Verbesserung der Ertrags- und Wettbewerbsfähigkeit kann mit dem Retrofit eine größere Flexibilität des bestehenden Kraftwerksparks erzielt werden. „Wir haben uns für den Austausch eines der höchst belasteten Bauteile in der bestehenden Anlage entschieden, um noch flexibler auf die Anforderungen des Marktes – insbesondere auf die zunehmende Einspeisung regenerativer Energien – reagieren zu können,“ so Dr.-Ing. Hüseyin Rall, Kraftwerksgruppenleiter Ruhr Ost der Steag GmbH. Da in Deutschland jedes zweite Kraftwerk älter als 30 Jahre alt ist und die derzeitigen Rahmenbedingungen für Investitionen in den Neuanlagenbau sehr unsicher sind, sieht Alstom einen positiven Trend für dieses Geschäftsfeld.

Pressekontakte
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Dr. Jürgen Fröhlich (STEAG GmbH) – Tel: +49 201 801 4262 – juergen.froehlich@steag.com