Ausbalanciertes Portfolio

18.06.2013

TPC 2013: Alstom präsentiert neue Lösungen und optimierte Technologien zur Umsetzung der Energiewende

Im Rahmen des 13. Technischen Presse Colloquiums (TPC) präsentierte Alstom Ende Mai in Kiel, mit welchen Lösungen sie die Energiewende begleitet. Dabei spielt das Ertüchtigen von Bestandskraftwerken ebenso eine Rolle wie wirkungsgradoptimierte Technologien für neue Gas- und Kohlekraftwerke, außerdem Windkraftanlagen mit hohem Kapazitätsfaktor oder zum Beispiel moderne Techniken für Netzmanagement und Stromtransport. Als Global Player bietet das Unternehmen Technologien für viele Märkte. Dazu gehört die Grundabsicherung der Stromerzeugung in wirtschaftlich wachsenden Industrieländern ebenso wie Anlagen zur Erzeugung von EE -Strom. Allen Technologien gemeinsam ist der Anspruch, im Zieldreieck ‚Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Effizienz‘ die beste Lösung zu bieten. Neben CO2-Ersparnis oder Flexibilität kommt auch das Thema Wirtschaftlichkeit nicht zu kurz. In der Diskussion mit Fachjournalisten aus Deutschland und Österreich legten die Vortragenden von Alstom dar, wie wichtig die richtige Balance zwischen regenerativen und traditionellen Energiequellen, Klimaschutz und Kosten ist.

Der deutsche Markt – eine Besonderheit für sich

Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der ALSTOM Deutschland AG, bringt es auf den Punkt: „Deutschland gehört zu den führenden Nationen, was die Klimaschutzziele angeht. Allerdings fehlt es uns hierzulande noch an geeigneten Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen.“ Zum einen sei es Anlegern kaum möglich, auf Basis der aktuellen Situation Investitionen mit langfristigen Zeithorizonten zu tätigen, zum anderen fehle es der deutschen Energiewende an Wahrhaftigkeit. „Wir haben Ziele, aber nur vage Pläne, wie sie zu erreichen sind.“ Zum Beispiel sei der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) beschlossen, aber die angesichts der Volatilität von Windkraft und Sonnenstrom erforderliche Versorgungssicherheit sei ein unterrepräsentiertes Thema. Die Besicherung der Leistung und die dazu erforderlichen Erzeugungs- und Speicherkapazitäten seien essentiell, wenn die Energiewende nicht auf Kosten von Netzstabilität und Versorgungssicherheit erfolgen solle. „Wir benötigen Kraftwerke, die unabhängig vom Wetter Strom liefern können.
Die fehlenden Rahmenbedingungen führen zu einer verhaltenen Investitionsbereitschaft. Nach großen Projekten wie den modernen Braunkohleblöcken F und G in Neurath (über 43 Prozent Wirkungsgrad) oder dem Kombikraftwerk in Lingen (Wirkungsgrad über 59 Prozent), Emsland, seien hierzulande wenige Neubauten in Planung, die eine Besicherung leisten können. Wulf: „Was wir benötigen, ist zum Beispiel eine Vergütung der bereitgestellten Besicherungsleistung. Dann rechnet sich auch der Bau von Kraftwerken, die nur wenige tausend Stunden im Jahr laufen, in dieser Zeit aber zur stabilen Stromversorgung einen wesentlichen Beitrag leisten.
Auf dem deutschen Markt legt Alstom aktuell ein besonderes Augenmerk auf folgende Bereiche: die Windkraft und der Netztechnik – als Beispiel sei hier der Milliardenauftrag für die HGÜ-Anbindung des Offshore-Windparks DolWin 3 erwähnt – sowie den Kraftwerksservice. Von der Beurteilung der Kraftwerkslebensdauer, der Ertüchtigung der Anlagen bis hin zu Maßnahmen zur Steigerung der Flexibilität bietet Alstom diverse Leistungen, die derzeit gut angenommen werden. Alstom Deutschland ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern hat auch weltweit viele Lösungen zu bieten, die den Aufbau von Energieinfrastrukturen ermöglichen und die Energiewende begleiten. Einige technische Highlights wurden im Rahmen des 13. Technischen Presse Colloquiums in Kiel vorgestellt.


Mehr über Kohlekraftwerke im neuen Energiemix, Flexibilität von Bestandskraftwerken, verlustarmen Stromtransport und Alstoms Engagement für die Windkraft finden Sie in unserem Backgrounder rechts oben zum Download.

 

Pressekontakt
Tanja Kampa, Alstom Deutschland
Telefon +49 621 329 2070, tanja.kampa@power.alstom.com


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