Verbesserung des Designprozesses mit 3D-Räumen für „virtuelle Realität“

10.04.2014

Kürzlich nahm Alstom Thermal Power in Baden (Schweiz) ein neues System für virtuelle Realität in Betrieb. Das System unterstützt Ingenieure bei der präzisen Darstellung ihrer Produkt- und Anlagendesigns in Originalgrösse. 

Mithilfe eines Computerclusters, der mit einem Bewegungserfassungssystem und einem 6 auf 2,5 Meter grossen Bildschirm verbunden ist, können die Benutzer Produkte und mechanische Simulationen in 3D-Lebensgrösse prüfen und präsentieren. Der Raum für virtuelle Realität ist seit Oktober 2013 in Betrieb. An den Standorten Alstom Transport und Alstom Thermal Service in Saint-Ouen bzw. La Courneuve, in der Nähe von Paris, bestehen bereits ähnliche Räume.

Anhand eines „Flysticks“ und durch das Tragen von 3D-Brillen werden die Bewegungen mit Tracking-Kameras verfolgt und die Benutzer können Kraftwerke, Turbinenmodelle, Komponenten oder Simulationen detailliert betrachten. Dies erlaubt es den Benutzern, innerhalb eines Kraftwerks «herumzulaufen» oder ein CAD*-Modell in Echtzeit zu bearbeiten. Die Ingenieure haben nun die Möglichkeit, Produkte in Originalgrösse zu betrachten und können somit besser abschätzen, wie Komponenten ins Endprodukt integriert werden und welche Auswirkungen dies auf die Berechnungen des Designs hat. Inbetriebsetzungsingenieure können das System nutzen, um die Durchgänge in den Anlagen zu messen, was die Sicherheit der Anlagen erhöht.

Zu den typischen Anwendungen der Systeme gehören Produktüberprüfungen, Simulationsanalysen, Schulungen des Aussendienstes, Verkaufs- und Marketingpräsentationen sowie die Abstimmung zwischen Kunden und Lieferanten.

Die Nutzung des Systems ist sehr intuitiv und es sind nur wenige Ausbildungsstunden nötig, um den Umgang mit dem System zu erlernen.

*CAD = Rechnergestütztes Design/Konstruktion

Virtual reality room

Eine zweiminütige Entdeckungsreise zu neuen Horizonten, die von Alstom Entwicklern und ihren Partnern erforscht werden (Englisch).

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