Alstom in der Schweiz


 Pendolino SBB nach Montreux -©Alstom / TOMA – C. Sasso

Über uns

Alstom ist ein weltweit führender Technologie-Konzern für Schienentransport. Das an der Pariser Börse kotiert Unternehmen ist mit insgesamt 60 Standorten auf allen Kontinenten präsent und beschäftigt rund 31‘000 Mitarbeitende. Der Hauptsitz befindet sich in Paris. Alstom verfügt über vier Geschäftsfelder:  Rollmaterial, Systeme, Service und Signalisation. Im Geschäftsjahr 2015/2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von EUR 6.9 Millarden und verzeichnete einen Auftragseingang von EUR 10.6 Millarden.

 
Regionale Verankerung mit internationalem Flair
Zu den Standortvorteilen der Schweiz gehören die sehr gute Ausbildung der Mitarbeitenden und das ausgeprägte Qualitätsverständnis. Dies sind zwei unverzichtbare Erfolgsfaktoren für eine präzise Fertigung hochwertiger Produkte und die Bereitstellung effizienter Dienstleistungen.

Referenzen Schweiz

Die Schienentransport-Technologie von Alstom ist in der Schweiz seit Jahrzehnten fest verankert, sowohl bei den verschiedenen Bahnbetreibern wie auch als Liefer- und Unterhaltspartner verschiedener städtischer Verkehrsbetriebe. Unsere Schweizer Niederlassung in Neuhausen am Rheinfall steht für eine profunde Kenntnis des Schweizer Marktes und sichert Nähe zum Kunden bei der Ausführung der Projekte.

Bahnverkehr

  • Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB bestellen 8 weitere Pendolinos ETR610 der neusten Generation. Die bestehende Flotte hat sich im Nord-Süd-Verkehr bewährt (2012). In 2015 bestellt SBB weitere 4 ETR610 die bis 2017 ausgeliefert werden.
  • Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB haben in einem Joint Venture mit der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia (Cisalpino) 14 neue Pendolino-Züge der ersten Generation bestellt. Diese verfügen über die neuste Technologie von Hochgeschwindigkeits-Neigezügen; (2004). Die Inbetriebnahme erfolgte ab 2009.
  • Alstom rüstet die erste ERTMS-Eisenbahnlinie der Schweiz (Hochgeschwindigkeitsstrecke mit hoher Frequenz Mattstetten-Rothrist) aus, die eine Länge von 45 km umfasst. Parallel werden über 500 Züge auf diesen neuen Signalisierung-Standard aufgerüstet (2006).
  • Das Konsortium Alstom/Bombardier produziert 13 und in einer zweiten Serie weitere 12 Niederflur-EMUs (Regionalzüge) für die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn BLS (2006).

Städtische Verkehrsbetriebe

  • Die Lausanner Verkehrsbetriebe Transport de Lausanne TL beauftragen Alstom mit der Lieferung von 15 vollautomatischen Metropolis Doppelwagenzügen auf Pneus für die neue Métro-Linie M2. Alstom liefert Rollmaterial, Schienen, Stromversorgung und Signalanlagen mit kommunikationsbasierter Zugsteuerung für einen vollautomatischen Betrieb. Die auf der Topographie vorhandene Streckensteigung von 12% ist ein Weltrekord (2004). Die Inbetriebnahme erfolgte 2008. Im Sommer 2012 wurde der 100-millionste Passagier begrüsst. Die Métro verfügt aktuell über eine Jahreskapazität von 26 Millionen Fahrgästen.
  • Für die Verkehrsbetriebe Zürich VBZ produziert das Konsortium Alstom/Bombardier 82 Niederflur-Trams „Cobra“ (2006), die bis heute das Stadtbild prägen.

Social Responsibility

Das andauernde Bevölkerungswachstum auf der Erde fördert die Urbanisierung. Diese Entwicklung führt zu wachsenden Anforderungen für den öffentlichen Schienenverkehr. Alstom stellt sich dieser Herausforderung und ist der Überzeugung, dass wir mit der Bereitstellung von Transportlösungen, die wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt mit dem Respekt für die Umwelt vereinen, unsere gemeinsame Zukunft gestalten können. Durch unsere geschäftliche Tätigkeit und unser permanentes Streben nach technologischer Innovation erzeugen wir ein Wachstum, das von Grundprinzipien wie Integrität und Transparenz getragen wird. Diese Prinzipien werden ausnahmslos und gewissenhaft im Umgang mit Mitarbeitenden, Aktionären, Kunden wie private und öffentliche Unternehmen, Lieferanten, Mitbewerbern und Partnern angewandt.

Geschichte von Alstom in der Schweiz:

Ursprünglich geht Alstom in der Schweiz auf die Schweizerische Industrie-Gesellschaft (SIG) zurück, welche 1853 als Fabrikationsbetrieb für Bahnwagen gegründet wurde. Die Nähe zu Europas grössten Wasserfällen, die als Energiequelle genutzt wurden, und zu den Eisenwerken in Laufen begünstigte dabei die darauffolgende Firmenentwicklung. Das erworbene Know-how wurde auf weitere Aktivitäten übertragen und so erweiterte und entwickelte sich das Unternehmen:

  • 1853: Die Schweizerische Waggonfabrik wird in Neuhausen am Rheinfall gegründet mit einer Belegschaft von 150 Mitarbeitern.
  • 1863: Die Firma wird umbenannt in SIG Schweizerische Industriegesellschaft und produziert eine Vielzahl verschiedener Industriegüter.
  • 1961: Der erste elektrische transeuropäische Expresszug wird in Betrieb genommen.
  • 1986: Spezialisierung auf Design, Technik und Fabrikation von Fahrwerken für Schienenfahrzeuge.
  • 1995: Das Rollmaterialgeschäft der SIG wird verkauft an Fiat.Ferroviaria
  • 2001: Alstom übernimmt das Bahngeschäft von Fiat.
  • 2008: Inbetriebnahme der steilsten Metro der Welt in Lausanne
  • 2012: SBB bestellt 8 ETR610 Neigezüge
  • 2015: SBB bestellt weitere 4 ETR610 Neigezuege
  • 2015: bestellt TL weitere 3 vollautomatischen Metropolis Doppelwagenzügen auf Pneus.

SBB Pendolino trains  - Interview with Jeannine Pilloud