Alstom und Flox Intelligence starten ersten KI-Feldtest in Skandinavien zur Vermeidung von Kollisionen mit Wildtieren

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Press contact - Alstom HQ

Stéphane Savignard

Press Contact Nordics

Johanna Svedin

  • Erfolgreiche Erprobung zeigt großes Potenzial zur Reduzierung der jährlich gemeldeten 5.000 Tierkollisionen in Schweden

  • KI erkennt Tiere und löst Mechanismen zur Vertreibung von den Gleisanlagen aus

  • Reduzierung von Vorfällen für mehr Pünktlichkeit, weniger Umweltbelastung und bessere Arbeitsbedingungen für das Triebfahrzeugpersonal

11. Mai 2026 – Alstom, Weltmarktführer für intelligente und nachhaltige Mobilität, führt gemeinsam mit Flox Intelligence umfangreiche Feldtests mit einer KI-Technologie durch, die Wildtiere entlang der Gleise erkennen und abschrecken soll. Die Tests zeigen, dass das System ein großes Potenzial hat, das Risiko von Kollisionen mit Wildtieren zu verringern, einer der häufigsten Ursachen für Störungen im schwedischen Bahnverkehr.

Maria Signal Martebo, MD Alstom Sweden

„Die bisherigen Tests haben uns ein besseres Verständnis dafür vermittelt, welche Arten sich in Gleisnähe bewegen, wie wirksam die bestehenden Wildschutzzäune sind und wie die Technologie sowohl zu einem sichereren Verkehr als auch zu neuen Erkenntnissen über die Tierwelt entlang der Bahnstrecke beitragen kann“

Maria Signal Martebo Geschäftsführer, Alstom Schweden

„Unsere Feldtests zeigen, dass KI das Potenzial hat, Tiere mit hoher Präzision zu identifizieren. Indem wir unser Fachwissen im Bereich der Wildtierabschreckung mit der führenden Rolle von Alstom im Bereich der Bahninnovation kombinieren, schaffen wir eine Lösung, die sowohl Tiere schützt als auch die Betriebssicherheit erhöht“, sagt Sara Nozkova, CEO von Flox Intelligence, einem Startup-Unternehmen, das die Technologie entwickelt hat.

„Die Möglichkeit, das System zu testen, ist ein großer Fortschritt für die Sicherheit und Nachhaltigkeit im schwedischen Bahnverkehr. Wir waren positiv überrascht, wie viele Tiere wir von einem einzigen Zug aus beobachten konnten, auf Abschnitten mit vielen Kollisionen. Indem wir Kollisionen zwischen Zügen und Wildtieren reduzieren, schützen wir Fahrgäste und Wildtiere und senken zugleich die mit diesen Vorfällen verbundenen betrieblichen und gesellschaftlichen Kosten“, sagt Maria Signal Martebo, Geschäftsführerin von Alstom Schweden.

Gemeinsame Arbeit zur Verbesserung der Systemeffizienz

Die Technologie basiert auf KI-gestützten Kameras, die Tiere in Echtzeit erkennen und maßgeschneiderte Audiosignale aktivieren, um sie von den Gleisen zu vertreiben. In einer ersten Testphase identifizierte die KI verschiedene Arten entlang der Gleise, darunter Elche, Rehe, Füchse und Wildschweine. Die zweite Umsetzungsphase begann im April 2026 und wurde auf das vollständige System mit Videoerkennung und akustischer Abschreckung ausgeweitet.

Die Tests wurden in Zusammenarbeit mit der regionalen Eisenbahngesellschaft Tåg i Bergslagen und ihrem Betreiber VR auf mehreren Bahnstrecken in Schweden durchgeführt, darunter Dalabanan, Bergslagsbanan, Godsstråket durch Bergslagen und Bergslagenpendeln. Alstom unterhält eine Partnerschaftsvereinbarung mit Tåg i Bergslagen zur Entwicklung innovativer Technologien, und die Erprobung dieses KI-Systems ist Teil dieser Zusammenarbeit.

Das Projekt wird mit Unterstützung von Vinnova gefördert und gilt als wichtiger Schritt in den Bemühungen Schwedens und der Europäischen Union, sichere und nachhaltige Verkehrssysteme zu schaffen.

Neue Erkenntnisse über Wildtiere im Bahnumfeld

Das System hat nicht nur große Wildtiere, sondern auch kleinere Arten und Vögel erfasst, die zuvor in der Bahnstatistik selten dokumentiert wurden.

„Die bisherigen Tests haben uns ein besseres Verständnis dafür vermittelt, welche Arten sich in Gleisnähe bewegen, wie wirksam die bestehenden Wildschutzzäune sind und wie die Technologie sowohl zu einem sichereren Verkehr als auch zu neuen Erkenntnissen über die Tierwelt entlang der Bahnstrecke beitragen kann“, sagt Maria Signal Martebo.

Jede Tiererkennung wird kategorisiert – ein Prozess, der es der KI ermöglicht, ihre Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern. Bei den Tests erwies sich das System als besonders genau bei Nutztieren und Vögeln wie Krähen und Tauben, während die Erkennung von Elchen und Rehen mehr Trainingsaufwand erforderte, um den gleichen Grad an Genauigkeit zu erreichen.

Jedes Jahr werden in Schweden etwa 5.000 Zusammenstöße mit Tieren gemeldet. Diese Unfälle verursachen nicht nur Leid für die Tiere, sondern auch Verspätungen, Reparaturkosten, emotionale Auswirkungen auf die Zugführer und Produktionsausfälle. Durch die Verringerung dieser Unfälle trägt das Projekt sowohl zu einer höheren Pünktlichkeit als auch zu einer geringeren Belastung der Natur und besseren Arbeitsbedingungen bei.

Alstoms Innovation Station in Stockholm – ein Zentrum für Zusammenarbeit

Die Innovation Station in Stockholm wurde 2023 eröffnet, um die technologische Entwicklung zu beschleunigen und innovative Lösungen mit konkretem Nutzen für den Verkehrssektor voranzutreiben. Sie dient als Plattform für die Zusammenarbeit mit führenden Start-ups und Betreibern in den nordischen Ländern und war maßgeblich an der gemeinsamen Arbeit mit Flox Intelligence beteiligt.

Über Flox Intelligence

Flox Intelligence ist ein schwedisches Deep-Tech-Unternehmen, das adaptive Systeme entwickelt, um Wildunfälle zu minimieren und sicherere, nachhaltigere Verkehrssysteme zu schaffen. Mithilfe von KI, Bioakustik und Verhaltenswissenschaft erkennen und vertreiben die Systeme Wildtiere in Echtzeit entlang von Schienen, Straßen und anderen kritischen Infrastrukturen. Die Lösung funktioniert wie ein digitaler Hütehund, der sowohl Menschen als auch Tiere schützt, und wird derzeit von Akteuren im Verkehrswesen, im öffentlichen Sektor und im Naturschutz in Europa und Nordamerika eingesetzt.

ALSTOM™ ist eine geschützte Marke der Alstom-Gruppe.

FLOX wildlife detection

Artificial Intelligence onboard that protects wildlife along the tracks

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